Haftung des Ehepartners für Schulden – Es besteht die Möglichkeit, die Haftung für die Schulden des Ehepartners aufzuheben, wenn der andere Ehepartner nachweist, dass er nicht an dem Gewerbe des Ehepartners beteiligt war und nicht vom tatsächlichen Sachverhalt wissen konnte.

Persönliche Haftung für Schulden – Es sollte nicht vergessen werden, dass natürliche Personen mit ihrem gesamten Vermögen für Verbindlichkeiten der Firma haften, Personen in Geschäftsführungen von Kapitalgesellschaften zum Zeitpunkt der Insolvenzverschleppung, wenn keine finanzielle Liquidität der Firma mehr besteht.

Inkasso von Schulden – verschiedene Maßnahmen, die zur Zahlung der Zahlungsrückstände führen sollen, oft illegal von dazu nicht befugten Personen durchgeführt. Es sollte nicht vergessen werden, dass einzig und allein bestimmte Personen bzw. Organe der Gerichte bzw. der Gerichtsverwaltung das Recht auf bestimmte Prozeduren des sog. Inkassos von Schulden haben. Sämtliche privaten Firmen können lediglich bitten und die Zahlung der Schulden auf dem Gerichtsweg geltend machen.

Vergleichsvorschläge – Angebot des Schuldners zur Abzahlungsweise der Verschuldung nach Abschluss eines Vergleichs mit Gläubigern. Dies bedeutet häufig eine Reduzierung der Verschuldung und eine Aufteilung des verbliebenen Teils in ein Ratensystem, z.B. 50% Schuldenreduzierung und Aufteilung des verbliebenen Teils auf 36 Raten mit Aufschub der Zahlung der ersten Rate innerhalb von 6 Monaten ab dem Tag, an dem der Vergleich rechtskräftig geworden ist.

Sachwalter – Person, die nach Verkündung der Vergleichsinsolvenz die Geschäftsführung der Firma im Namen des Gerichts kontrolliert und unterstützt.

Insolvenzverwalter – Person, die die Geschäftsführung des insolventen Unternehmens bis zur Liquidierung der gewerblichen Tätigkeit ausübt. Sie verfügt über sämtliche Befugnisse, die aus der Ausübung der Geschäftsführung des Unternehmens resultieren und wird vom Gericht kontrolliert.

Vermögensschutz des Schuldners – Gruppe von rechtlich zulässigen Verfahrensweisen und Prozeduren, die die Aufgabe haben, das Vermögens des Schuldners bis zur Sanierung des Unternehmens und der Wiedererlangung der finanziellen Liquidität zu schützen.

Liquidationsinsolvenz – Prozedur, bei der der Verlust der finanziellen Liquidität angemeldet wird und es keine Möglichkeit zur Sanierung und Rettung der Firma gibt. Nach Verkündung der Liquidationsinsolvenz schickt das Gericht einen Insolvenzverwalter, der die Geschäftsführung übernimmt und das verbliebene Vermögen der Firma flüssig macht.

Vergleichsinsolvenz – Prozedur, bei der der Zustand des Risikos des Verlusts der finanziellen Liquidität angemeldet wird und es keine Möglichkeit zur fristgerechten Begleichung von finanziellen Verbindlichkeiten gibt. Bei einer schlimmer werdenden Finanzkrise, aber mit der Möglichkeit, sich mit den Gläubigern zu einigen, oft ist eine Reduzierung der Verschuldung und eine Restrukturisierung der Abzahlung der Zahlungsrückstände notwendig. Beibehaltung der vollständigen Geschäftsführung der ausgeübten gewerblichen Tätigkeit.